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Presseberichte über Erfolge - 1954

Salzburg schlägt Paris, Rom und Glasgow

Außerordentlicher Erfolg der Salzburger Polizeimusik auf der Hospes 1954 in Bern

Salzburgs Polizeimusik hat einmal mehr dem Namen Österreich im Ausland Ehre gemacht. Sie war, gestützt auf das Entgegenkommen der vorgesetzten Salzburger Stellen (wenn auch ohne Beihilfe durch das Innenministerium oder durch den Fremdenverkehrsförderungsfonds, die beide auf entsprechende Ansuchen hin der Musik lediglich die kalte Schulter gezeigt hatten) der ehrenden Einladung aus der Schweiz gefolgt, dem Österreich-Tag (1.Juni) der Schweizerischen Fremdenverkehrs- und internationalen Kochkunst-Ausstellung in Bern, die noch bis 21. Juni dauert, seine spezifisch musikalische Note zu geben. Salzburgs Polizeimusik hat ihre Aufgabe glänzend gelöst: der Österreich-Tag in Bern stand in ihrem Zeichen und seine Werbewirkung für unsere Heimat geht auf das Konto der musizierfreudigen Salzburger Polizisten, die in der eidgenössischen Hauptstadt seit ihrer Tournee im Jahre 1951 einen ausgezeichneten Ruf und große Sympathie genießen.

Der Empfang der Salzburger mit klingendem Spiel am Montag Abend auf dem Hauptbahnhof in Bern durch die Stadtmusik, der anschließende Marsch der beiden Musikzüge durch die von Tausenden winkenden Menschen gesäumten Straßen der herrlichen Altstadt machte diese herzliche Beziehung der Bevölkerung zu unserer Polizeimusik wahrhaft eindrucksvoll offenkundig.
Am anderen Morgen, bei strahlendem Wetter, Aufzug in weißen Blusen, vorbei am Bundeshaus durch dicht gedrängte Menschenmassen zum Polizeipräsidium. Die Berner Bereitermusik in historischer Uniform gab den Salzburgern das Ehrengeleit. Wechselweise erklangen schweizerische und österreichische Märsche. Vor dem Präsidium ein Ständchen mit Empfang durch den Polizeidirektor Oberst Freymüller, der die Salzburger in einer Ansprache willkommen hieß, worauf Pol.-Major Oberhofer und NR. Rainer dankend erwiderten.


Danach Einmarsch in die Hospes und feierliche Hissung der rot-weiß-roten Flagge auf dem Mast der Nation des Tages in Gegenwart des österreichischen Gesandten und hoher Gäste. Unsere Polizeimusik intonierte die Hymne der Schweiz und Österreichs. Anschließend Tafelmusik beim Festbankett in der Hospes-Halle. Revier-Inspektor Topf und seine Männer meisterten auch diese delikate (in Bezug auf das Bankett) Aufgabe vortrefflich. Gesandter Baron Schleinitz-Prokesch sowohl wie Direktor Rubli für die Stadt Bern verabsäumten es nicht, in ihren hochoffiziellen Ansprachen die vorbildliche Art anzuerkennen, in der die Musik aus Salzburg auch in ihrer Vertretung durch die Polizeimusikkapelle ihrer freundschaftlich-verbindlichen Mission gerecht wird.


Höhepunkt und Krönung des Österreich-Tages, der überglänzt war von der Vielzahl der von unseren Kochkünstlern errungenen Goldmedaillen, bildete das abendliche Galakonzert der Salzburger in der Hospes-Halle. Die Österreicher -Kolonie in Bern (sie steht unter der Leitung des Salzburger Enzinger) war schier vollzählig erschienen, die gut 1500 Personen fassende Halle war gesteckt voll. Schon eine halbe Stunde vor Beginn des Konzertes musste sie polizeilich gesperrt werden. Der Andrang wollte kein Ende nehmen. Wieder fanden sich hohe bernische Gäste in Gesellschaft unseres Gesandten ein. Die Erwartungen sind hochgespannt. Unsere Polizeimusik erfüllt sie. Beifall und Jubel nach Operetten- oder Marschmusik sind unbeschreiblich. Ein weiteres Konzert wird gefordert. Dem steht die für die Dauer der Hospes getroffene Regelung entgegen, daß keine Kapelle an einem zweiten Tag konzertieren darf. Der triumphale Erfolg der Salzburger scheint eine Ausnahme zu rechtfertigen . Die Behörden erteilen die Genehmigung zu einem Konzert im Kursaal für den nächsten, den Mittwochabend!


Der Mittwochvormittag aber war ausgefüllt mit einem Ständchen vor der österreichischen Gesandtschaft, die in der Kramgasse, im alten Bern, in einem Patrizierhaus geradezu anheimelnd untergebracht ist, und mit einem Ständchen vor dem Hause der Popularis , einer Schwester-Institution der Schweizer Reisekasse für den Volks- bzw. Sozialtourismus, die sich, vertreten durch die Herren Riesen, Abplanalp und König, in außerordentlich hohem Maße um die Betreuung der Salzburger in Bern verdient gemacht hat.


Auch das Konzert im Kursaal wurde zu einem rauschenden Erfolg. Wir müssen es uns versagen, auf berichtenswerte Einzelheiten des Abends einzugehen. Nur die Widmung eines Metallkruges seitens der Berner Stadtmusik an die Salzburger, den deren Obmann Revier-Inspektor Höllweger  entgegennehmen durfte, sei hier noch festgehalten:


Und festgehalten sei vor allem der große Erfolg der Salzburger Polizeimusik auf der Hospes 1954 in Bern, der darin wohl am eindringlichsten zur Geltung kommt, dass die von einer inoffiziellen Schweizer Jury vorgenommene Wertung der einzelnen, auf der internationalen Kochkunst-Ausstellung auftretenden nationalen Musikkapellen (wobei auch die Haltung und das gebotene Programm berücksichtigt werden) bisher den Salzburgern die höchste Punktezahl ergab. Und das, obgleich so renommierte Kapellen wie die der Garde mobile Paris, der Carabiniere von Rom und der schottischen Hochländer aus Glasgow bereits auf der Hospes konzertiert hatten!
Auf Hospes- wie überhaupt auf Schweizer Reise-Eindrücke kommen wir in einem bebilderten Bericht zum nächsten Wochenende eingehend zu sprechen.
Quelle: Salzburger Volksblatt vom 05.06.1954


 

 Polizei Salzburg schlug Roms Carabinieri

Großartiger Erfolg in Rot-Weiß-Rot bei der Hospes-Bern Salzburger Polizeikapelle errang den inoffiziellen Goldpokal der Nationen
Praktische Werbung für den Salzburger Fremdenverkehr

Erfolgsbeladen kehrte die Salzburger Polizeikapelle in den frühen Morgenstunden des Freitag von ihrer dreitägigen Schweizer Reise in die Heimat zurück: Im Rahmen der Internationalen Kochkunst - und Fremdenverkehrsausstellung in Bern, der Hospes, bestritt die Musik der Sicherheitswache den musikalischen Teil des Österreich-Tages . Das wesentlichste Merkmal dabei war die alle Erwartungen übertreffende begeisterte Aufnahme der Salzburger und ihre schon 1951 augenfällig bewiesene fremdenverkehrsmäßige Werbekraft. Das beherrschte und fast nie aus sich herausgehende Berner Publikum feierte die Polizeikapelle, ihren ausgezeichneten Dirigenten Rudolf Topf und ihren rührigen Obmann Höllweger in einer Art und Weise, dass selbst die Stadtväter der Schweizer Metropole nur erstaunt feststellen konnten: So etwas war noch nie da! Das äußere Kennzeichen des eminenten Erfolges ist die Überreichung eines Ehrenpokales der Hospes und der erste Platz in der inoffiziellen Nationenwertung vor so namhaften Kapellen wie die Carabinieri-Musik Rom, die Pariser Stadtmusik und die Dudelsackkapelle aus Glasgow in Schottland. Die Polizeikapelle Salzburg hat die österreichischen Farben in Bern so würdig vertreten, dass sie zweifellos eine Unterstützung der offiziellen Behörden verdient hätte. Es war ein Wermutstropfen in den Becher der allgemeinen Freude, dass der Österreich-Tag im Rahmen einer Ausstellung von weltumspannendem Format - sogar Japan war vertreten - von einer auf privater Vereinsbasis stehenden Kapelle, der man nicht einmal ein Subventionsansuchen an den Fremdenverkehrsförderungsfonds beantwortet hat, ohne Unterstützung der zuständigen Stellen bestritten werde musste. Die Arbeit hatte ausschließlich die Polizeikapelle Salzburg - den Erfolg kann ganz Österreich für sich verbuchen .

Eine große Menschenmenge erwartete am Montag am Berner Bahnhof die Polizeikapelle. Nach einem musikalischen Willkommengruß der Berner Stadtmusik marschierten beide Kapellen durch die Metropole der Schweiz, durch die von beifallsfreudigen Menschen gesäumten Straßen der alten Bundesstadt.
Zu eine Sympathiekundgebung für Österreich gestaltete sich Dienstag Vormittag der Empfang, den der Polizeidirektor von Bern, Dr. Freymüller, in der Polizeikaserne den Salzburger Gästen gab. Erfreut konnte man dabei das Verständnis, das die Schweizer als freies Land den Freiheitsbestrebungen Österreichs entgegenbringt, verbuchen und deshalb nur die Dankesworte des offiziellen Vertreters Österreichs, Nationalrat Rainer, voll unterstreichen: Wir wissen, bei Freunden zu sein. Und wir versichern Ihnen, daß Österreich als treuer Wächter der Freiheit am Eisernen Vorhang steht!
Mit klingendem Spiel marschierte dann die Polizeimusik mit der Berner Bereitermusik in den Ehrenhof der Internationalen Kochkunst- und Fremdenverkehrsausstellung ein. Um Punkt 12 Uhr wurde bei den Klängen der Schweizer und anschließend der österreichischen Nationalhymne die rot-weiß-roten Farben in Anwesenheit des österreichischen Gesandten Baron Schleinitz-Prokosch, und Vertretern der Berner Behörden und Spitzenfunktionären des österreichischen Gastgewerbes gehisst . Nach diesem Auftakt zum Österreich-Tag gab die Hospes-Halle den Gästen ein Festbankett, wobei die Polizeimusik konzertierte. Den Höhepunkt des Tages brachte das Galakonzert in der Hospes-Halle, bei dem die Polizeikapelle mit Marsch- und Operettenmusik rund 2500 Berner zu wahren Begeisterungsstürmen hinriss.
Mittwoch Vormittag brachte die Polizeimusikkapelle dem hohen Ansehen genießenden österreichischen Gesandten vor seinem Amtssitz ein Ständchen. Abends erschienen wieder zahlreiche Gäste zu dem Festkonzert im Kursaal, das den Salzburgern als besondere Anerkennung ihrer Leistungen ausnahmsweise - während der Hospes darf nur jeweils eine Nationalkapelle auftreten - gestattet wurde. Bei dieser Gelegenheit beglückwünschten offizielle Vertreter der Stadt Bern nochmals die Polizeikapelle zu ihrem Erfolg, worauf Nationalrat Rainer in herzlichen Worten für die Welle der Sympathie , die man Salzburg und darüber hinaus ganz Österreich in der Schweiz entgegenbringt, dankte.

Die jüngsten Leistungen der Salzburger Polizeikapelle, deren Reise in vorbildlicher Weise von dem Schweizer Reisebüro Popularis vorbereitet und organisiert worden ist, werden sich zweifellos im Laufe des Sommers für den Schweizer Fremdenverkehr positiv auswirken. Bisher brachte die Polizeikapelle dank ihrer Verbindungen mit der Popularis für Salzburg einen Devisenumsatz von über zwei Millionen S : Wenn sich die Voraussagen der Berner Reisebürofachleute bewahrheiten, wird man in kurzer Zeit von einem doppelten Betrag sprechen können. So betrachtet, sind die Gastspiele der Polizeikapelle wie in vielen anderen Belangen auch in fremdenverkehrsmäßiger Hinsicht ein Positivum, das nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
Quelle: Salzburger Nachrichten


 

Internationale Erfolge - 1954

Das Jahr 1954 war wieder von einem internationalen Erfolg gezeichnet, der seinesgleichen suchen lässt. Sonst wurden 40 Ausrückungen verzeichnet, davon 2 Hereinspaziertsendungen , 14 Mirabellgartenkonzerte, sowie 1 Konzert von dem die Einnahmen als Spende an die Magistratsmusik Salzburg ging, die gerade ihre Instrumentenstimmung umstellte. Weiters wurde bei der Stieglkellereröffnung gespielt, im Stieglkeller wurde auch eine Muttertagsfeier umrahmt, es folgte im Jahreskreis wieder die Festspieleröffnung im schon gewohnten Rahmen zum Empfang des Herrn Bundespräsidenten, in Hallwang-Zilling wurde schließlich die Spatenstichfeier zum Autobahnweiterbau bespielt. Eine besondere Ehre für die Polizeimusik Salzburg war auch der Empfang des Kaisers von Äthiopien, seine Majestät Haile Selassie, der kurz auf dem Salzburger Hauptbahnhof verweilte. Die Tanzkapelle hatte diesmal 25 Einsätze.

Im Mai 1954 konzertierte die Polizeimusik im Werksgelände der Tauernkraftwerke in Kaprun auf dem Moserboden, vor Vollendung der Staumauer.

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Der Höhepunkt dieses Jahres war aber wohl wieder eine Reise in die Schweiz zur Internationalen Kochkunstausstellung in Bern, der so genannten HOSPES .

bild nr 10 1 Blick ins Ausstellungszentrum der Hospes in Bern


bild nr 10 2Einer der stolzesten Augenblicke des Österreich-Tages in Bern war der Einzug von Salzburgs Polizeikapelle in den Ehrenhof der Hospes durch ein dichtes Menschenspalier.


 Die Polizeimusik Salzburg konnte dabei bei einer internationalen Bewertung vor der Carabinieri - Musik Rom, der Garde mobile Paris, der Schottischen Hochländer aus Glasgow, sowie anderen namhaften internationalen Musikkapellen die musikalische Goldmedaille erringen.


 

Musikeinsätze - 1953-1952

1953

 Im Jahre 1953 waren die Musikeinsätze rückläufig. Es waren aber immerhin auch noch 45 Ausrückungen zu verzeichnen. Es waren dies wiederum die traditionellen Mirabellgartenkonzerte (9 an der Zahl), 2 Rundfunkaufnahmen, 3 Hereinspaziertsendungen , diesmal der Almauftrieb im Stieglkeller, die alljährliche Festspieleröffnung wieder mit Ehrenkompanie zur Begrüßung des Herrn Bundespräsidenten, die Spatenstichfeier für das Polizeiwohnhaus in der Siebenstädterstraße, diverse Ständchen und Anlass bezogene Trauermusikeinsätze.


 

1952

Das Jahr 1952 war für die Salzburger Polizeimusik wiederum ein sehr arbeitsreiches. Es konnten diesmal wieder 52 Musikeinsätze verzeichnet werden. Also im Jahresdurchschnitt 1 Einsatz wöchentlich! Die namhaftesten Einsätze waren 15 Mirabellgartenkonzerte, 3 Rundfunkaufnahmen, 1 Hereinspaziertkonzert , das Fest 100 Jahre Kriminalpolizei, der Empfang des Herrn Bundeskanzlers FIGL, die Grundsteinlegung zum Caritasheim in der Plainstraße, das Fest 110 Jahre Musikkapelle Grödig, bei dem die Polizeimusik auch die Patenschaft übernommen hat, die Internationale Polizeisternfahrt, die jährliche Festspieleröffnung mit Ehrenkompanie und dem Empfang des Herrn Bundespräsidenten, das Seefest in Mondsee, die Dulteröfffnung, ein Almabtrieb im Stieglkeller und die jährliche Totengedenkfeier am Kommunalfriedhof.
 
Darüber hinaus konnte die Jazzmusikgruppe 27 Einsätze verzeichnen.


 

Internationale Konzertreise der Polizeimusik Salzburg in die Schweiz - 1951

Höhepunkt des Jahres 1951 war aber wohl die überaus erfolgreiche Konzertreise in die Schweiz. Es wurden die Städte Bern, Zürich, Luzern und Meiringen besucht, wo überall konzertiert wurde. Die Polizeimusik Salzburg wurde dabei von 17 Musikern der Polizeimusik Linz verstärkt und trat somit mit 65 Mann auf (im Gegenzug wurde auch die Polizeimusik Linz für ein Großkonzert durch 27 Musiker der Polizeimusik Salzburg verstärkt). Die Musik wurde von Nationalrat RAINER, Polizeidirektor Hofrat Dr. BÖHM, Herrn Zentralinspektor Major HAUCK und von der Presse durch die Redakteure ADROWITZER, OBERHOFER und Fotoreporter BRANDAUER begleitet. Diese Musikreise dauerte 8 Tage und war ein Erfolg, der sich sowohl in der Schweizer wie auch in der Salzburger Presse entsprechend positiv niederschlug. 

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Erfolgreiche Tournee der Salzburger Polizeimusikkapelle durch die Schweiz Zürich,

Bern und Luzern bejubelten die musizierenden Gesetzeshüter

 

Am Donnerstag gegen Mitternacht fand die achttägige Konzertreise der Musikkapelle der Bundessicherheitswache Salzburg ihr Ende. Durch acht Tage hindurch hatten die Männer, die sonst genauso im Dienst stehen, wie alle anderen Polizeibeamten, einerseits für den Fremdenverkehr und für unsere Landeshauptstadt Beachtliches geleistet und andererseits nicht nur für sich, sondern auch für unserer Heimat zahlreiche ehrliche Freunde gewonnen.
 
Revierinspektor Höllweger, der Obmann der Polizeimusik, hat schon längere Zeit den Plan verfolgt, die Besuche der Musikkapellen aus Zürich, Bern und Luzern zu erwidern. Die Schwierigkeit lag immer in finanziellen Dingen und es ist der Schweizer Reisegesellschaft Popularis mit ihrem Direktor Riesen zu verdanken, dass diese Tournee nun doch zustande kam. Aber auch die Mitglieder der Stadtmusikkapellen in Zürich, Bern und Luzern haben viel dazu beigetragen, diese Reise zu ermöglichen. Fast jeder Schweizer Musiker nahm einen österreichischen Kollegen in Quartier und Verpflegung, wobei zu sagen ist, dass sich gar mancher beinahe zu Tode gegessen hätte. 
 
Schon an der Grenze in Buchs bereiteten die Einwohner des kleinen Städtchens den österreichischen Musikern einen herzlichen Empfang und nach einer Stunde ging es dann weiter nach Zürich, wo tausende von Menschen die Straßen um den Bahnhof säumten. Zwei Tage später wurde dieser überaus herzliche Empfang in Bern noch wesentlich überboten. Alt und jung war auf den Beinen, klatschten und schrieen, als die Salzburger Polizeimusiker in ihrer schmucken weißen Uniform durch die Straßen der Schweizer Bundeshauptstadt marschierten und die bekanntesten österreichischen Militärmärsche spielten. In Meiringen, einem kleinen Städtchen im Berner Oberland, herrschte unter der Bevölkerung ebenfalls beste Stimmung, als die Salzburger dort ihren Besuch abstatteten. Die letzte Etappe war dann Luzern, wo ebenfalls die ganze Stadt erschienen war, um die Salzburger Polizeimusiker zu begrüßen.
 
In jeder Stadt fand unter der bewährten Leitung von Revierinspektor Topf  ein Galakonzert statt, das überall bestens besucht war und bei den anschließenden Kameradschaftsabenden wurde dann manche Bande der Freundschaft enger geknüpft oder neu geschlossen. Nationalrat Rainer, Polizeidirektor Hofrat Dr. Böhm und Zentralinspektor Polizeimajor Hauck, dessen einsichtsvollem Entgegenkommen übrigens ein guter Teil des Aufstiegs der Polizeimusikkapelle zu verdanken ist, hatten abwechselnd die Gelegenheit wahrgenommen, in Dankansprachen die Bedeutung dieser Konzertreise, die über den Rahmen einer Vergnügungsfahrt weit hinausging, hervorzuheben.
 
Wir werden in Kürze sowohl über die offiziellen Veranstaltungen als auch über verschiedene Reiseeindrücke ausführlicher berichten. Heute sei abschließend festgestellt, dass Salzburgs Polizeimusiker in der Schweiz nicht nur als Musiker, sondern auch als Gesandte ihres Landes und vor allem als unsere besten und erfolgreichsten Fremdenverkehrswerber aufgetreten sind. H.O
Quelle: SN, Salzburger Lokalnachrichten, vom 28.06.1951


 

Konzerte - 1951

1951

Das Jahr 1951 war für die Polizeimusik Salzburg ein viel versprechendes und denkwürdiges Jahr. Außer 16 Konzerten im Mirabellgarten und 3 Rundfunkkonzerten sowie 3 Hereinspaziert Sendungen waren noch 29 Musikausrückungen zu verschiedenen Anlässen zu verzeichnen. Es waren dies Anlässe, wie der Ball der Polizeimusik im Stieglkeller, die Eröffnung und Einweihung des wiedererbauten Spitals der Barmherzigen Brüder, die Spatenstich- und Firstfeier des Polizeiwohnblockes in der Ignaz Harrer Straße, der Besuch des Herrn Innenministers, das Seefest in Mondsee, die Festspieleröffnung mit einer Ehrenkompanie und die Heldengedenkfeier zu Allerheiligen am Kommunalfriedhof sowie andere Veranlassungen. Wohl vielen älteren Polizeibeamten in Erinnerung ist noch die Eröffnung der Polizeigroßgarage an der Hellbrunner Straße und die Übergabe des Polizeiwohnblockes für 44 Familien in der Ignaz Harrer Straße. Höhepunkt war aber wohl die überaus erfolgreiche Konzertreise in die Schweiz. Es wurden die Städte Bern, Zürich, Luzern und Meiringen besucht, wo überall konzertiert wurde. Die Polizeimusik Salzburg wurde dabei von 17 Musikern der Polizeimusik Linz verstärkt und trat somit mit 65 Mann auf. Die Musik wurde von Nationalrat RAINER, Polizeidirektor Hofrat Dr. BÖHM, Herrn Zentralinspektor Major HAUCK und von der Presse durch die Redakteure ADROWITZER, OBERHOFER und Fotoreporter BRANDAUER begleitet. Diese Musikreise dauerte 8 Tage und war ein Erfolg, der sich sowohl in der Schweizer wie auch in der Salzburger Presse entsprechend positiv niederschlug.

  


Ein großer Tag für Salzburgs Polizei - 44 Familien fanden ein Heim - weiterer Neubau geplant

Der 14. Dezember 1951 war für die Salzburger Polizei ein ereignisreicher Tag. Vormittag wurde die neu erbaute Großgarage in der Hellbruner Allee eröffnet und nachmittags das von der Neuen Heimat erbaute Polizei-Wohnhaus in der Ignaz Harrer Straße, das 44 Familien ein Heim bieten wird, seiner Bestimmung übergeben.
 
Mit der Erbauung der Garagen wurde einem immer fühlbarer werdenden Mangel abgeholfen. Für 30 Autos und 8 Motorräder schuf man eine moderne Unterkunft. Geradezu ideal ist die Anlage der Werkstätte, in der ein reparaturbedürftiges Fahrzeug sozusagen am Fließband wieder hergestellt werden kann. Außerdem sorgte man gleichzeitig für den Einbau luftiger Dienst-, Schul-, und Schlafräume. Neben der Polizei- Garage entsteht eine gleiche Anlage für die Gendarmerie, die ihrer Vollendung entgegengeht.
 
Zur feierlichen Inbetriebnahme hatten sich zahlreiche Festgäste eingefunden. Staatssekretär Graf  in Vertretung des Innenministers betonte, dass die Vollendung dieses Werkes ein weiterer Schritt auf dem Weg des Ausbaues der Exekutive sei. Polizeidirektor Hofrat Böhm  dankte allen, die zum Gelingen des Baues beigetragen hatten, wobei er besonders Zentralinspektor Major Hauck  hervorhob.
 
Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Polizeikaserne fanden sich die zahlreichen Gäste in der Ignaz Harrer Straße zusammen, wo nach dem feierlichen Abspielen der Bundeshymne die Übergabe des Wohnhauses stattfand.

In 267 Tagen entstand dieser Wohnblock, der den Familien von 35 Polizisten, fünf Kriminal- und vier Verwaltungsbeamten ein schönes Heim bieten wird. Das Versprechen bei der Spatenstichfeier am 21. Mai, mit diesen Neubau 44 Beamtenfamilien ein Weihnachtsgeschenk zu bereiten, wurde eingelöst. Die Wohnungen bestehen aus Küche, Zimmer, Bad und Vorzimmer - klein, aber fein. Ein Wermutstropfen in den Becher der Freude war die Feststellung von Gemeinderat Dir. Fellinger   von der Neuen Heimat, dass die vorgesehene Baukostensumme von drei Millionen Schilling wesentlich überschritten wurde. Grund : Allgemeine Preissteigerungen, fünftes Lohn-und-Preis-Abkommen.

Staatssekretär Graf wies darauf hin, dass dieser Neubau ein neuerlicher Beweis für die hervorragenden Leistungen Österreichs im Wohnbau sei und betonte außerdem die Wichtigkeit, den Polizisten nach ihrem schweren Dienst ein gemütliches und schönes Daheim zu bieten. Besonders hielt er fest, dass der Wohnblock durch das Zusammenwirken aller zuständigen Stellen entstanden sei, was nicht zuletzt auch ein Verdienst von Major Hauck war. Nach der symbolischen Schlüsselübergabe an den Polizeidirektor, der erklärte, dass er einen weiteren Wohnhausbau für die Exekutive anstrebe, brachte Wachmann Paher  den Dank der neuen Hausbewohner im Rahmen der Personalvertretung der Salzburger Polizisten zum Ausdruck. 
Quelle: Salzburger Lokalpresse


  

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