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Chronik der Polizeimusik Salzburg

1984 empfang der concord

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Polizeimusik Salzburg wurde bis zum September 2005 als Vereinsmusik geführt. Da jedoch das Innenministerium im Zuge der Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei in jedem Bundesland eine Dienstmusik installierte, beschloss man die Vereinsmusik aufzulösen und den Verein in einen Unterstützungsverein der Dienstmusik umzubenennen. Ab sofort wurde nun die Polizeimusik als Dienstmusik geführt; dies bedeutete eine grundlegende Umstrukturierung des gesamten Musikbetriebs. Während der Musikvorstand die Musikeinsätze vor der Umstellung beschloss, wird darüber nun in der Stabsabteilung Öffentlichkeitsarbeit des Landespolizeikommandos entschieden. Der Probenbetrieb wurde von Montagabend auf den Mittwoch tagsüber verlegt. Standen am Montagabend nur zwei Stunden zur Verfügung, so wird nun am Mittwoch ganze sechs Stunden geprobt.

  

Derzeit gehören der Polizeimusik Salzburg 42 Musikerinnen und Musiker an. Vorwiegend spielen aktive Polizistinnen und Polizisten. Es musizieren jedoch auch zwei pensionierte Polizeibeamte und fünf zivile Personen mit. Die Polizeimusik Salzburg wird von Musikoffizier Oberst Ing. Wolfgang Vorfeleder, Musikmeister Otto Rößlhuber, Kapellmeister Hermann Sumetshammer und dem Obmann des Unterstützungsvereines Wilhelm Rettenbacher geführt.  

1936 wurde die Polizeimusik Salzburg aus dem seit 1907 bestehenden Gesangs- und Musikverein der Bundessicherheitswache- und Kriminalbeamten Salzburgs von Oberwachmann Rudolf Topf gegründet. Trotz aller Schwierigkeiten rückte die neu gegründete Polizeimusik Salzburg mit einer Stärke von 30 Musikern erstmals anlässlich des Polizeigedenktages 1937 öffentlich aus. Nach dem Anschluss an Deutschland wurde die Polizeimusik Salzburg 1938 von der deutschen Polizei übernommen und alsdann der Sängerriege des Kameradschaftsbundes deutscher Polizeibeamter angeschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Revierinspektor Rudolf Topf mit dem Obmann Revierinspektor Franz Zaba am 4. Mai 1945 mit der Neuaufstellung der Salzburger Polizeimusik. Bereits zu Weihnachten trat die Musik mit 14 Musikern als Salonstreichorchester während der Weihnachtsfeier in der Polizeikaserne auf. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Polizeimusik unter Kapellmeister Topf zu einem der besten Blasorchester der Stadt und des Landes Salzburg. Etliche Konzerte im Mirabellgarten (durchschnittlich 17 pro Jahr), Rundfunklivesendungen im damaligen Sender Rot-Weiß-Rot und Konzertreisen wurden bestritten. Wie in jedem Verein gab es auch im Vereinsleben der Salzburger Polizeimusik viele Höhen und Tiefen.

  

Die Leitung der Musik seit ihrer Gründung

Obmänner:

1936 - 1938 Karl RICHTER
1945 - 1948 Franz ZABA
1948 - 1959 Josef HÖLLWEGER
1959 - 1961 Johann HAIML
1961 - 1969 Franz SIEGHART
1969 - 1980 Johann FAGERER
1980 - 1989 Armin FALLWICKL
1989 - 1996 Richard SPITALER
1996 - 1997 Armin FALLWICKL und Otto RÖSZLHUBER
1997 - 2007 Otto RÖSZLHUBER
     seit 2007 Wilhelm RETTENBACHER

Kapellmeister:
1926 - 1936 Nikolaus JÖCHL und Walter KROISZ
1936 - 1938 Rudolf TOPF
1945 - 1966 Rudolf TOPF
1966 - 1967 Engelbert WOLF
1967 - 1971 Norbert GRINNINGER
1971 - 1975 Alfred OBERNEDER
1975 - 1976 Engelbert WOLF
1976 - 1980 Alois MOROCUTTI
1980 - 1981 Johann NEUMAYER
1981 - 1982 Johann GÖLLNER
1982 - 1984 Maximilian MAURER
1984 - 1992 Hermann SUMETSHAMMER
1992 - 1996 Hubert NOBIS
1996 - 1997 Thomas VOGL
1997 - 1998 Wolfgang GABRUTSCH
1999 - 2000 Thomas VOGL
   seit   2000 Hermann SUMETSHAMMER


 


 

Auszug der Chronik

Der Auszug der Chronik wurde von Armin FALLWICKL anlässlich des 60 jährigen Bestandes der  Polizeimusik Salzburg verfasst. 


Die Leitung der Polizeimusik seit ihrer Gründung

Obmänner:

1936 - 1938 Karl RICHTER
1945 - 1948 Franz ZABA
1948 - 1959 Josef HÖLLWEGER
1959 - 1961 Johann HAIML
1961 - 1969 Franz SIEGHART
1969 - 1980 Johann FAGERER
1980 - 1989 Armin FALLWICKL
1989 - 1996 Richard SPITALER
1996 - 1997 Armin FALLWICKL und Otto RÖSZLHUBER
1997 - 2007 Otto RÖSZLHUBER
    seit 2007 Wilhelm RETTENBACHER

Kapellmeister:

1926 - 1936 Nikolaus JÖCHL und Walter KROISZ
1936 - 1938 Rudolf TOPF
1945 - 1966 Rudolf TOPF
1966 - 1967 Engelbert WOLF
1967 - 1971 Norbert GRINNINGER
1971 - 1975 Alfred OBERNEDER
1975 - 1976 Engelbert WOLF
1976 - 1980 Alois MOROCUTTI
1980 - 1981 Johann NEUMAYER
1981 - 1982 Johann GÖLLNER
1982 - 1984 Maximilian MAURER
1984 - 1992 Hermann SUMETSHAMMER
1992 - 1996 Hubert NOBIS
1996 - 1997 Thomas VOGL
1997 - 1998 Wolfgang GABRUTSCH
1999 - 2000 Thomas VOGL
  seit    2000 Hermann SUMETSHAMMER


 

1997-1996

1996

Unter der Stabführung von Armin Fallwickl und unter der Leitung von Kapellmeister Hubert Nobis wurde wieder auf dem Polizeiball musiziert und die Mitternachtseinlage gestellt.

Unaufhaltsam kam es aber in diesem Jahr zu der sehr denkwürdigen Generalversammlung. Im Verlaufe dieser Versammlung der Polizeimusik Salzburg trat nach 7-jähriger Tätigkeit der Obmann Richard Spitaler endgültig zurück und auch der Kapellmeister Hubert Nobis legte sein Amt nach 3 Jahren wieder nieder. Gleichzeitig ging auch der Musikoffizier Oberst Willibald Petrak in Pension und musste verabschiedet werden.

Die einst gefeierte und mit internationalem Ruhm bedachte Polizeimusik stand wieder einmal vor einem Neubeginn. Da die Polizeimusik keine Musik mit Dienstbefreiung ist und die Proben und Musikeinsätze neben den verschiedenen Dienstleistungen erbracht werden müssen, ist die Belastung einfach eine so große geworden, dass sie von den Musikern auf Dauer einfach nicht mehr bewältigt wird. Weite Anfahrtswege von ihrem Wohnsitz zu den Proben sowie ein ständiges Überstundenangebot im Behördenbereich sind einer gedeihlichen Vereinsarbeit nicht unbedingt förderlich.

Als Retter in der Not erklärte sich schließlich Bezirksinspektor Otto Rößlhuber, gemeinsam mit Armin Fallwickl bereit, den Obmannposten zu übernehmen. Es fehlte daher nur noch ein Kapellmeister. Auch das wurde wieder bewältigt. Der Schlagwerker Thomas Vogl, der ebenfalls eine Kapellmeisterausbildung hat wurde gebeten, doch die musikalische Leitung zu übernehmen. Es war ihm Ehre genug und auch eine Herzensangelegenheit, dieses Amt zu übernehmen.

So konnte die Vereinstätigkeit unter dem neuen Vorstand bereits fortgeführt werden. Die Polizeimusik Salzburg konzertierte bei einem IPA-Treffen, bei der Eröffnung des Interspar Taxham, beim österreichischen Polizeifußballturnier, beim Tag der Salzburger bei ihrer Polizei, sowie bei der Eröffnung der Norbert Brüll Straße .


 

1997

Das Jahr 1997 ist für die Polizeimusik Salzburg sicherlich wieder ein Meilenstein in der Geschichte. Es ist das Jubiläumsjahr 60 Jahre Polizeimusik Salzburg.  

1997 1 60 jahrfeier

1997 2 60 jahrfeier 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieses Bestandsjubiläum lässt der Hoffnung Ausdruck verleihen, dass sich der Verein weiterhin gut entwickelt und der Polizeimusik jener gesellschaftlich-kulturelle Stellenwert zu eigen bleibt, der ihr bereits 60 Jahre lang zugekommen ist. Bei der diesjährigen Generalversammlung stellte sich der neue Musikoffizier, Oberleutnant Wolfgang Gabrutsch vor. Mit Oberleutnant Wolfgang Gabrutsch tritt erstmals ein Musikoffizier dieses Amt an, der nicht nur diese verantwortungsvolle Funktion inne hat, sondern der selbst ein begabter und prädestinierter Musiker ist. Gemeinsam mit dem Kapellmeister Thomas Vogl ist es ihm ein Anliegen, die Polizeimusik Salzburg bis zum Jahr 2000 in Hochform zu bringen.


 

Musikeinsätze - 1995-1991

1995

Das Jahr 1995 begann wieder mit dem Polizeiball. Auch wurde der neue Behördenleiter Dr. Karl Schweiger begrüßt.

Leider war die Fusion der beiden Klangkörper nicht von allzu großer Dauer und die beiden Musikvereine gingen wieder getrennte Wege. Auch in diesem Jahr wurden die 25 Musikeinsätze hauptsächlich von einem Quartett bestritten.

Obmann Richard Spitaler hielt sein Wort und holte nunmehr seine kirchliche Trauung in großem Rahmen nach.

Aber auch schmerzhafte Trauereinsätze gab es wieder. So mußte das Gründungsmitglied Franz Pillinger und Altkapellmeister Engelbert Wolf für immer verabschiedet werden.


 

1994

1994 zeigte sich vorläufig keine Besserung für den Weiterbestand der Polizeimusik Salzburg. Es konnte außer dem Polizeiball nur ein weiterer Großeinsatz verzeichnet werden. So fand anlässlich des 60-jährigen Bestandes der Polizeimusik Innsbruck ein Polizeimusiktreffen statt, an dem die Polizeimusik Salzburg erfolgreich teilgenommen hat. Aus der Schweiz war die Kantonspolizei Graubünden zu Besuch, die von der Polizeimusik Salzburg betreut wurde.

Für den Weiterbestand der Polizeimusik Salzburg musste einmal mehr nach einer Lösung gesucht werden. Als viel versprechend erschien dabei die Fusionierung mit der Musikkapelle Hohensalzburg . Diese Ehe wurde vorläufig auf ein Jahr eingegangen. Es kam dabei auch zu einem Mirabellgartenkonzert und einem Konzert für die Kinderkrebshilfe. Weiters gab es mehrere Ständchen und Trauereinsätze.

Nicht nehmen ließ sich die Polizeimusik auch die Verabschiedung des Polizeidirektors Dr. Mag. Ernst Strasser in die Pension. Hofrat Dr. Mag. Ernst Strasser trat ebenfalls stets als Förderer der Polizeimusik auf, wofür ihm besonderer Dank und die Anerkennung gebührt.


  

1993

Ein schwarzer Schatten breitete sich aber auch 1993 aus. Obmann Richard Spitaler musste mit allen Mitteln gegen Auflösungstendenzen ankämpfen. Gleich zu Beginn des Jahres traf die ganze Polizei in Salzburg ein schwerer Schlag. Revierinspektor Norbert Brüll, der Gatte der Flügelhornistin Grudrun Brüll, wurde im Dienst von einem italienischem Verbrecher ermordet. Weiters musste ein Polizeikollege, der bei einem Alpinunfall tödlich verunglückt ist, verabschiedet werden.
Im übrigen wurden 2 Benefizveranstaltungen bespielt. Aber hauptsächlich trat in diesem Jahr die Musik nur durch ein Quartett an die Öffentlichkeit. Erfreulich war die Ehrung des Ehrenobmannes Franz Sieghart, der 90 Jahre alt geworden ist und die Ehrung des noch aktiven Mitgliedes August Kresz, der 70 Jahre alt geworden ist.


 

1992

Im 89. Lebensjahr tritt der Ehrenobmann, Kontrollinspektor i.R. Franz Sieghart, als aktiver Musiker aus der Musik aus und wurde mit allen Ehren verabschiedet. Es sollte für dieses Jahr ein schlechtes Omen bedeuten. Die Harmonie wurde wieder spürbar der Bewährung ausgesetzt. Die Teilnahme an den Proben ließ einmal mehr zu wünschen übrig.

Obmann Richard Spitaler und Kapellmeister Hermann Sumetshammer stellten daraufhin ihr Amt zur Verfügung. Es waren wieder nur die zwischenmenschlichen Qualitäten, die sie zum Verbleib in ihren Positionen für ein weiteres Jahr bewegte. Die musikalische Tätigkeit litt aber darunter sehr und es kam daher nur zu eingeschränkten Einsätzen. So sticht in diesem Jahr nur der Einsatz beim Jubiläumsfest der Musikkapelle des Lehrerhauses hervor. Leider musste in diesem Jahr auch der nur allzu früh aus dem Leben verstorbene Musikkamerad August Grafinger in Hallein zu Grabe getragen werden.

Kapellmeister Revierinspektor Hermann Sumetshammer konnte aber trotz allem nicht mehr bemüht werden, die Musik weiterzuführen. Er war mit Ende des Jahres 1992 zurückgetreten. Die musikalische Leitung übernahm nunmehr Revierinspektor Hubert Nobis.

Im Verlaufe der Achtzigerjahre zeigte sich bei den Nachwuchsmusikern eine gewisse Vereinsmüdigkeit. Obwohl noch Erfolge zu verzeichnen waren, musste die Probentätigkeit auf einen Tag in der Woche zurückgesetzt werden. Ein oft unüberwindbares Handicap bildete auch der weite Anfahrtsweg vieler Polizeimusiker, die Entfernungen bis zu 80 Km in Kauf nehmen mussten.

1992 kapelle

Polizeimusik Salzburg - 1992


 

1991

Das Jahr 1991 begann leider mit einigen Trauereinsätzen für unterstützende Mitglieder. Das Frühjahrskonzert fand erstmals in einem Saal beim Salzburger Ausstellungszentrums statt. Trotz sämtlicher Bemühungen des Obmannes war es aber vermutlich auf Grund der exponierten Lage schlecht besucht. Auch veranstaltete die Musik wieder ein Sommerfest in der Polizeidirektion.

Obmann Richard Spitaler organisierte auch dieses Jahr wieder einen schönen Ausflug, der sie über Mühlbach nach Saalfelden und anschließend in das Silberbergwerk nach Leogang führte. Bedauerlicherweise hat daran aber nur ein Personenkreis von 13 Mitgliedern mit Begleitpersonen teilgenommen.

Die Zeit schritt unaufhaltsam voran und so kam es, dass das seit 45 Jahren aktive Mitglied, Abteilungsinspektor i.R. Johann Grömer, infolge eines Augenleidens sein Schriftführeramt zurücklegte und leider auch die Musik verlassen hat. Johann Grömer war auch der Chronist der Polizeimusik. Nicht zuletzt auch deswegen war die Polizeimusik dem scheidenden Musikkameraden für seine langjährige und aufopfernde Tätigkeit zu besonderem Dank verpflichtet. Es wurde daher als Ehrenschriftführer feierlich verabschiedet.

Die Weiterführung der Chronik übernahm Obmann Richard Spitaler und das Amt des Schriftführers wurde an Revierinspektor Franz Redhammer übertragen.


 

1990-1988

1990

Stolz konnten Obmann Richard Spitaler, Stabführer Armin Fallwickl und Kapellmeister Sumetshammer mit ihren Musikanten wieder auf den Einsatz beim Polizeiball zurückblicken.

Auch dieses Jahr sollte nicht ohne Hochzeitseinsatz vorübergehen. Obmann Richard Spitaler (genannt Speedy ) gab seiner zukünftigen Frau am Standesamt das Ja-Wort. Dieser feierliche Anlass wurde von einer Gruppe der Polizeimusik musikalisch umrahmt. Das kirchliche Fest sollte später folgen. Obmann Richard Spitaler organisierte auch nach langer Zeit wiederum einen Musikausflug, der sie zum Chiemsee führte.

Unter den 19 Einsätzen in diesem Jahr scheinen unter anderem auch wieder mehrere Einsätze für den PSV auf, 1 Frühlingskonzert, 1 Mirabellgartenkonzert, die Teilnahme am Salzburger Landesfest, die Festspieleröffnung und das Kaigassenfest.


 

1989

Das Jahr 1989 wurde von besonders denkwürdigen Trauerfällen überschattet. Es starb der zweimalige Gründer und langjährige Kapellmeister der Polizeimusik Salzburg, Bezirksinspektor Rudolf Topf. Er wurde mit allen Ehren auf dem Friedhof in Maxglan verabschiedet. Leider musste auch der Altobmann Johann Fagerer auf dem Friedhof in Aigen beigesetzt werden. Aber auch der Bassist Karl Schallmayer wurde auf dem Kommunalfriedhof Salzburg zur letzten Ruhestätte gebettet. Alle Drei haben sich für die Polizeimusik Salzburg äußerst verdient gemacht und wurden daher unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen. Wie auch in den letzten Jahren mussten aber immer wieder auch unterstützende Mitglieder auf ihrem letzten Weg begleitet werden.

Auch innerhalb der Polizeimusik gab es wieder eine Veränderung. Der bisherige Obmann und Stabführer Armin Fallwickl geht mit 60 Jahren in die wohlverdiente Pension und stellte daher den Obmann zur Verfügung. Dieses Problem wurde souverän gelöst. Abteilungsinspektor i.R. Armin Fallwickl wurde zum Ehrenobmann ernannt und über allgemeinem Wunsch übernahm Revierinspektor Richard Spitaler die Obmannstelle.

Richard Spitaler, ein so genannter Vollblutmusikant , organisierte bereits das Frühjahrskonzert. Unter seiner Führung konnte der Verein auch in diesem Jahr wieder auf schöne Musikerfolge vorausschauen.

Kopfzerbrechen bereitete der Musik in diesem Jahr aber auch wieder die Unterkunft. Nach der Fertigstellung der neuen Polizeidirektion in der Alpenstraße 90 mussten einige Räumlichkeiten der Polizeikaserne am Rudolfsplatz an das Bezirksgericht abgetreten werden. So kam es, dass die dort untergebrachte Polizeimusik quasi delogiert und somit obdachlos wurde. Es war daher ein dementsprechend schwieriges Unterfangen, für die Musik wieder ein neues Heim aufzutreiben.

Es war schließlich der abgetretene Obmann Armin Fallwickl, dem in dieser schwierigen Lage wieder ein Licht aufging. Aus seiner aktiven Zeit war ihm ein Raum in der Polizeidirektion in Erinnerung, der als Sportraum gewidmet war, aber aus baupolizeilicher Sicht nicht als solcher genehmigt wurde. Es lag daher nichts näher, als diesen Raum über die Behörde anzusprechen.

Es war damals gerade der zuständige Beamte des Innenministeriums, Amtsrat Kalchbauer, in Salzburg anwesend. Gemeinsam mit Vertretern der Polizeidirektion sowie auch der Gendarmerie wurde dieser Raum im Keller der Polizeidirektion besichtigt und schließlich der Polizeimusik zugesprochen. Dies wurde aber mit der Auflage verbunden, nach Fertigstellung des damals ernsthaft geplanten Exekutivzentrums, in diesen Neubau dann wieder umzuziehen. Diese Auflage wurde gerne in Kauf genommen. Hauptsache war, dass die Musik nun wieder eine Bleibe hatte.

Musiker sind von Haus aus Idealisten und so begann auch hier wieder ein Neubeginn. Unter der Anleitung von Kapellmeister Hermann Sumetshammer, Fachkollegen Hubert Nobis und anderen fleißigen Kollegen wurde Hand angelegt und bald wurde daraus für die Musik ein brauchbarer Raum. So wurden maßgerechte Kästen für Uniformen und Instrumente angekauft, ein Sicherheitsboden wurde gelegt, Wände und Decke verkleidet und akustisch abgeschirmt. Weiters konnte ein kleiner angeschlossener Raum adaptiert und als Archiv für die Polizeimusik gewidmet werden. Der Musikbetrieb konnte nun wieder voll aufgenommen werden.

Mit Unterstützung des PSV (Sektion Fußball und Hundesport) veranstaltete diesmal die Polizeimusik in Eigenregie im Hof der Polizeidirektion ein sehr erfolgreiches Sommerfest.

Es gab auch wieder einen besonderen freudigen Anlass. Die Flügelhornistin Gudrun Mayer gab ihre Vermählung mit Inspektor Norbert Brüll bekannt. Für die Musik war dies natürlich wieder Anlass genug, diese Hochzeit feierlich zu umrahmen.

Sonstige Höhepunkte waren die Teilnahme an einem Konzert der Stadtmusikkapellen und ein Konzert in München zum Tag der offenen Tür des Polizeipräsidiums mit einem IPA-Treffen. Einen ehrenvollen Besuch stattete der Polizeimusik Salzburg auch die Kantonspolizeimusik Zürich ab. Sie wurde hier in Salzburg betreut und es kam zu einem gemeinsamen Marsch durch die Altstadt von Salzburg mit einem offiziellen Empfang auf dem Mozartplatz. Mit dem nun schon traditionellen Weihnachtseinsatz ging auch dieses Jahr wieder seiner Neige zu.


 

1988

Für den Polizeiball 1988 übte Stabführer Armin Fallwickl die Figuren mit nur 4 Proben im Turnsaal der Polizeidirektion ein. Die musikalische Leitung lag in den bewährten Händen des Kapellmeisters Hermann Sumetshammer. Am Polizeiball selbst marschierte die Musik mit 32 Teilnehmern auf. Es begann mit einem Marsch zur Figur, einer so genannten Spinne, ging mit dem Donauwalzer in den Walzertakt über und setzte mit einem Marschtritt fort. Es war dies ein Auftritt, der hervorragend gelungen ist und von den Ballbesuchern mit tosendem Applaus belohnt wurde.

Auch dieses Jahr durfte die Polizeimusik wieder eine Hochzeit feierlich umrahmen. In Mariapfarr im Lungau heiratete der Bassist Christian Wiedl. An sonstigen Einsätzen gab es ein sehr erfolgreiches Frühlingskonzert im Pfarrsaal in Taxham, 2 Mirabellgartenkonzerte, 5 Veranstaltungen mit dem Verband des Polizeisportvereines, einige Ständchen und Trauermusik, in Summe 20 Einsätze.


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